UMTS-Aus: Jetzt schaltet auch die Swisscom ab

Die Swisscom hat damit begonnen, ihr UMTS-Netz schritt­weise abzu­schalten.

Die Swisscom hat zum Jahres­wechsel begonnen, ihr UMTS-Netz abzu­schalten. Nachdem das Unter­nehmen bereits seit fünf Jahren auf den GSM-Standard verzichtet, haben die Kunden ab sofort nur noch das LTE- und 5G-Netz zur Verfü­gung. Davon betroffen sind auch deutsche Kunden, die sich in der Schweiz oder im Grenz­gebiet zur Eidge­nossen­schaft aufhalten und Inter­national Roaming im Netz von Swisscom nutzen.

Wie das Online­magazin heise berichtet, wurde der 3G-Dienst der Swisscom bereits zum Jahres­wechsel offi­ziell beendet. In der Praxis will das Unter­nehmen in den kommenden Wochen schritt­weise die UMTS-Stationen in der ganzen Schweiz außer Betrieb nehmen. Über­raschend kommt das Aus für den 3G-Standard bei der Swisscom nicht. Der Schritt wurde bereits im Frühjahr 2022 ange­kündigt. 

Das sind die "Neben­wirkungen" für die Kunden

Swisscom schaltet UMTS-Netz ab
Swisscom schaltet UMTS-Netz ab
Foto/Logo: Swisscom, Montage: teltarif.de

Für die Kunden bedeutet die UMTS-Abschal­tung, dass für die Nutzung der Mobil­funk­dienste ein für LTE und/oder 5G geeig­netes Endgerät erfor­derlich ist. Wenn nicht nur Daten­dienste genutzt werden, sondern auch Tele­fonate geführt werden sollen, muss das Handy auch den VoLTE-Standard beherr­schen. Das ist bei LTE-Smart­phones der ersten Gene­ration teil­weise nicht der Fall. Andere ältere Mobil­tele­fone beherr­schen VoLTE nur in bestimmten Netzen.

Von der UMTS-Abschal­tung sind aber auch zahl­reiche Land­schafts-Webcams in der ganzen Schweiz betroffen. Diese wurden über 3G mit dem erfor­derli­chen Internet-Zugang versorgt. Die Modems sind nicht für LTE und/oder 5G geeignet, sollen aber auch nicht ausge­tauscht werden. Somit müsse die Kameras abge­schaltet werden.

Swisscom: "UMTS wurde kaum noch genutzt"

Das UMTS-Netz wurde von Swisscom 2004 einge­führt. Es brachte erstmals einen - aus dama­liger Sicht - schnellen mobilen Internet-Zugang mit sich. Heute gilt es als veraltet. LTE und 5G sind wesent­lich effek­tiver. Zuletzt lief nicht einmal mehr ein Prozent des Daten­verkehrs über 3G. Swisscom hatte aber noch rund zehn Prozent des Frequenz­spek­trums für den veral­teten Standard reser­viert.

Mit der UMTS-Abschal­tung schafft Swisscom zusätz­liche Ressourcen für LTE und 5G. Für diese beiden Netz­tech­nolo­gien erwartet der Konzern indes einen langen Paral­lelbe­trieb.

 

Von / Teltarif.de

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