Ende Juni hatte die öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt in der Schweiz, die SRG, ihren Ausstieg aus dem UKW-Rundfunk verkündet. Zum Jahresende 2024 sollen die FM-Sender der SRG verstummen. Im Rahmen des Swiss Radioday wurde in dieser Woche verkündet, wie sich die SRG die Einstellung der Sendungen auf UKW vorstellt und wie welche privaten Programmveranstalter reagieren.
Auf dem Swiss Radioday wurde in dieser Woche bekanntgegeben, dass die SRG alle FM-Sender gleichzeitig in der Silvesternacht um Mitternacht abschalten wird. Es ist also nicht geplant, die Sender schrittweise - etwa schon ab Herbst oder erst in den ersten Wochen des neuen Jahres - vom Netz zu nehmen. Letzteres wäre auch gar nicht möglich, da die SRG auf die Lizenzen für ihre UKW-Sender ab 2025 verzichtet.
Die Schweiz macht Ernst mit der UKW-Abschaltung
Im Vorfeld der Abschaltung soll es über die UKW-Sender eine regelmäßige Einspielung geben, die darauf hinweist, dass der genutzte Empfangsweg in Kürze nicht mehr zur Verfügung steht. Über DAB+, via Satellit und im Internet werden diese Meldungen nicht zu hören sein. Zudem sollen Informationskampagnen die Bevölkerung und den Fachhandel über die veränderte Empfangssituation ab Januar informieren.
Diese Privatsender schalten UKW ebenfalls ab
Einige Privatradios in der Schweiz planen einen sogenannten "Fadeout" ab 1. Januar 2025. Darunter ist die schrittweise Abschaltung der UKW-Sender zu verstehen. Dabei entscheidet jeder Veranstalter gemäß seiner individuellen Ausgangslage (regionale Gegebenheiten, Anzahl UKW-Sender, wirtschaftliche und kommerzielle Gründe, Grenzregion etc.), wie er die UKW-Abschaltung gestaltet.
Unter anderem wollen die Energy-Stationen in Basel, Berlin und Zürich, aber auch Radio 24, Radio Argovia, Radio Central und Radio Top spätestens zum Jahreswechsel mit der schrittweisen Abschaltung ihrer UKW-Sender beginnen. GOAT Radio, Radio 1, Radio Basilisk und Radio Südostschweiz gehören hingegen zu den Privatsendern, die ihre UKW-Sender erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgeben wollen.
Die aktuellen UKW-Konzessionen laufen zum 31. Dezember 2026 aus. Nachdem der öffentlich-rechtliche Rundfunk und zahlreiche Privatradios vorab auf das analoge Antennenradio verzichten, ist es eher unwahrscheinlich, dass der Zeitraum nochmals verlängert wird. Von der Abschaltung sind auch Hörer der schweizerischen Programme in Süddeutschland betroffen. Neu belegt werden sollen die Frequenzen nicht.
